|
Shadow Quad Racing punktet beim IMBA Auftakt in der Schweiz |
|
|
|
Geschrieben von Undercover Promotion
|
|
Samstag, 19 April 2008 |
Die Teilnahme bei der IMBA Motocross Meisterschaft war von Anfang an eingeplant und so machten sich drei Fahrer von Shadow Quad Racing auf den Weg nach Wohlen in die Schweiz. Die Anreise erfolgte ohne Komplikationen und die Fahrer Formation bestehend aus Josi Leonardi, Norbert Schürgers und Holger Koch erreichte das Gelände entspannt am Samstag Nachmittag.
Die Fahrer waren über den Empfang mehr als überrascht. Die Veranstaltung war außergewöhnlich gut koordiniert, am Eingang des Geländes wurden direkt die Unterlagen mit Geländeplan, Zeitplänen, Startnummern und Veranstaltungsheft überreicht. Das Fahrerlager war straff durchorganisiert, die einzelnen großzügig dimensionierten Plätze ausgeschildert. Man hatte vom Fahrerlager einen guten Blick auf Start und Ziel, sowie auf weitere Teile der Strecke, die Vorfreude wuchs. Beim Aufbauen des Polo Zeltes konnte man den Start des Töffli Rennens verfolgen.
Ebenfalls lobend erwähnen muß man die Pflege der Strecke – nach jedem Lauf wurde die Rennstrecke mit 3 Fahrzeugen fast vollständig geräumt. Der schweizer IMBA Verantwortliche Nick Hildebrandt kam persönlich um letzte Absprachen zu treffen und die Transponder vorbeizubringen. Danach ging es zur technischen Abnahme, man beobachtete das dt. Team kritisch – Quads im Enduro Set Up, eine Frau dabei, damit hatte niemand gerechnet. Da es bei einem Quad Probleme gab, war es wiederum Nick Hildebrandt der auf eigene Initiative über Nacht noch einen neuen Killswitch besorgte, und der technische Leiter des niederländischen Teams erklärte sich sofort bereit diesen zu montieren.
Am kommenden Morgen gab es dann die böse Überraschung. Es hatte die gesamte Nacht hindurch gestürmt, sodaß das gesamte Gelände förmlich im Matsch ertrank. Das erste Training wurde ausgelassen um an den Fahrzeugen Abstimmungen zu verändern. Das zweite Training zeigte dann den Fahrern, wie sehr die Nacht die Strecke tatsächlich aufgeweicht hatte, der Start begann am Fuße eine Berges, die meisten Fahrzeuge sanken so tief in den Schlamm, daß sie gar nicht weiter vorankamen. Viele weitere Fahrer verließen die Strecke noch während der ersten Runde. Josi blieb am Start stecken , das Quad von Holger Koch mußte in der 3. Kurve mit 4 Helfern aus dem Schlamm gezogen werden. Die Rennleitung reagierte direkt und versuchte einen Teil des Schlamms durch weitere Fahrzeuge räumen zu lassen. Währenddessen standen sämtliche Fahrzeuge am extra eingerichteten Waschplatz. Diese Einrichtung mit 5 Hochdruckstrahlgeräten sollte den Tag retten, denn so konnten nach jedem Lauf die Fahrzeuge wieder vom Schlamm befreit werden. Trotz des Wetterumschwungs fanden dennoch zahlreiche Zuschauer den Weg an die Rennstrecke.
Bei der Fahrervorstellung zeigte sich im komplett überfüllten Pressezelt, daß die erste deutsche Quad Frau bei der IMBA – die Sympathien unerwartet direkt auf ihrer Seite hatte.
Danach der Start zum ersten Lauf. Alle Fahrzeuge stehen knietief im Matsch, 2 deutsche Fahrer in der ersten Reihe. Die Fahne fällt und es zeigt sich der Hubraum Vorteil der Yamaha YFM 700 R – Koch ist einer der ersten am Berg, kann aber bei den Sprüngen das Tempo der leichteren 450er nicht ganz mithalten. Die Streckenverhältnisse sind sehr schwierig , das Niederländische Team hat zu diesem Zeitpunkt leider schon 2 Motorschäden zu verzeichnen.
Im 2. Lauf mit Schürgers ist noch ein Deutscher in der ersten Reihe, doch auch hier zeigt sich der Vorteil der des größeren Hubraums am Berg. Die Strecke bessert sich ein wenig. Jedoch sammelt sich der härter werdende Schlamm so stark auf den Nervbars, daß ein Schalten der einzelnen Gänge immer schwerer bis unmöglich wird. Besonders Schürgers hatte bereits beim Start viel Schlamm abbekommen, der ihn während des Lauf stark einschränkte. Schnellere Fahrer verschätzen sich immer wieder mit dem Boden in den Kurven und verlieren Zeit durch Unfälle oder Korrekturen.
In diesem zweiten Lauf entstehen erste Josi Fanlcubs auf dem Hiflikon Hügel und die Akzeptanz gegenüber dem dt. Team auch unter den Fahrern wächst.
Im dritten Lauf stehen alle dt. Fahrer in der 2. Reihe links außen. Dies war beabsichtigt, die Überlegung ging auf. Während alle Fahrer sich wieder durch den Schlamm auf den Hügel kämpften – bogen die dt. Fahrer weiter nach links auf die ausgefahrene Strecke und waren somit schneller auf dem Hügel und befanden sich direkt im Mittelfeld. Diese Positionen sollten auch nicht mehr verlassen werden. Trotz Temperaturen um den Nullpunkt wurde auch der 3. Lauf ohne Unfall und Ausfall beendet.
Fazit – für ein Podium hat es leider nicht gereicht, aber Shadow Quad Racing kommt mit respektablen Plätzen 24, 25 und 26 nach dem ersten Imba Lauf nach Hause. Die Organisation und Unterstützung des Schweizer Verbandes SAM/LI nebst seinem Vorsitzenden, sowie die Leitung des schweizer IMBA Verantwortlichen Nick Hildebrandt ist absolut beispielhaft. Da ist man gerne wieder dabei.
Die Vorfreude auf den 2. IMBA Lauf beim MSC Grenzland in Eschweiler wächst. |